22. September 2017

Naked Cake Hochzeitstorte

Hallo ihr Lieben



Vergangenes Wochenende hatte ich die Ehre eine Hochzeitstorte zu machen. 
Der Wunsch des Brautpaares war ein Naked Cake. 




Naked Cakes sind ja schon seit längerem voll im Trend.
Ich fand diese nackigen Kuchen bis anhin aber ziemlich unspektakulär und hab ihnen nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt.
Jetzt hat sich meine Meinung dazu aber geändert.

Durch die Kombination von luftigem Biskuit und cremiger Füllung ist die Torte perfekt für Geburtstage und einzigartige Momente.
Vom Aussehen her ist die Torte auf das Wesentliche reduziert und dadurch absolut puristisch.
Aus diesem Grund darf die Deko gerne auch etwas üppig ausfallen und kann aus frischen Blumen oder natürlich auch aus frischen Beeren bestehen.

Ich hab lange nach dem perfekten Rezept gesucht und mir Gedanken gemacht.
An meinem Geburtstag hab ich dann einen Testlauf gemacht.
Aber dieses Naked Cake damals hat mich nicht so ganz überzeugt.
Deswegen hab ich weiter am Rezept gefeilt.
Das hat sich dann auch gelohnt.
Die Hochzeitstorte hat wahnsinnig lecker geschmeckt.
Crèmig, fruchtig, leicht.
Und deswegen geb ich euch gerne das Rezept weiter.




Für die Biskuitböden braucht es: 

360 g Weissmehl
2 TL Backpulver
2 Prisen Salz
350 g Butter (Zimmertemperatur)
300 g Zucker
2 TL Vanille - Paste 
6 Eier
3 EL Milch


Und so wird's gemacht: 

Die Butter, Zucker und Vanille-Paste mit der Küchenmaschine ca. 5 Minuten schaumig schlagen. 
In dieser Zeit den Backofen auf 175 C° Ober- und Unterhitze vorheizen. 
2 Backformen mit einem Durchmesser von 20 cm einfetten und komplett mit Backpapier auslegen.
Nun der Buttermasse nach und nach die Eier hinzufügen und gut verrühren.
Weissmehl, Backpulver und Salz mischen und zur Butter-Eimasse geben.
Zum Schluss noch die Milch dazu geben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
Den Teig gleichmäßig auf beide Formen aufteilen und 35 - 40 Minuten in der Mitte des Ofens backen. 
Stäbchenprobe machen. 
Die Biskuits etwa 10 Minuten in der Form auskühlen lassen und dann auf ein Kuchengitter stürzen.
Das Backpapier entfernen und "auf dem Kopf" komplett auskühlen lassen. 
Am besten lässt man das Biskuit in Frischhaltefolie eingepackt eine ganze Nacht im Kühlschrank ruhen.

Am Folgetag werden beide Biskuits horizontal in zwei gleich große Teile geschnitten und falls notwendig begradigt.
Somit hat man nun 4 Böden. 





Für das Frosting hab ich zwei Varianten gemacht. 
Einerseits ein helles Frosting für die Außenseite und ein Truffefüllung für innen. 

Für das Mascarpone- Frosting für aussen braucht es: 

300 g Mascarpone
2,5 EL Puderzucker
240 ml Vollrahm

Und so wird's gemacht: 

Mascarpone mit dem Puderzucker kurz verrühren.
Den Vollrahm hinzufügen und so lange mit der Küchenmaschine schlagen bis ein kompaktes und streichfähiges Frosting entstanden ist. 
Das Frosting in einen Spritzsack mit einer Lochtülle füllen. 


Für die Schokoladen -Truffefüllung braucht es: 

70g Zartbitter Schokolade 
150 g Vollrahm
300 g Mascarpone
4 EL Nesquik

Und so wird's gemacht: 

Die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen und etwas abkühlen lassen.
Den Vollrahm steif schlagen.
Mascarpone in einer Schüssel kurz rühren und das Nesquik unterrühren.
Nun die geschmolzene Schokolade und danach den Rahm unter die Mascarpone ziehen. 
Alles kurz vermischen und in einen Spritzsack mit einer Lochtülle füllen.

Für die fruchtige Note braucht es: 

100g frische oder aufgetaute Himmbeeren
2 EL Frooggies Fruchtpulver Himmbeere
2 EL Zucker
2 EL Wasser
3 EL Schokoladenwürfen

Das Fruchtpulver mit Wasser und Zucker mischen und kurz zu einem Gelée aufkochen. 


Nun geht's ans Stapeln. 
Beim Stapeln der Böden muss man darauf achten, dass die Böden nicht nur perfekt gerade aufeinander liegen sondern dass auch die Außenkanten gleichmäßig übereinander und nicht leicht versetzt liegen, sonst wir der Kuchen schief.
Exaktes arbeiten ist hier angesagt.


Das Erste Biskuit wird mit der flachen Seite gegen unten auf die Tortenplatte gelegt. 
Mir dem hellen Frosting zieht man nun einen ca. 1 cm hohen Kreis außen am Rand vom Kuchen entlang. (Damit der Kuchen gegen aussen dann weiss ist.)
Das Innere füllt man mit dem dunklen Frosting auf und drückt einige Himbeeren in das Frosting. 
Das zweite Biskuit wird mit der Schnittstelle gegen unten darauf gesetzt. 
Erneut mit dem hellen Frosting einen Kreis außen am Rand vom Kuchen ziehen.
Innen wird nun bei dieser Schicht großzügig Himbeergelée verteilt und mit hellem Frosting aufgefüllt und die Schokoladenwürfel darauf verteilt. 
Beim Dritten Boden genau so verfahren wie beim ersten Boden. 
Das letzte Biskuit so aufsetzten, dass die flache Seite oben ist. 
Nun den Deckel komplett mit dem hellen Frosting bestreichen. 






Zu guter Letzt werden außen die Lücken aufgefüllt. 
Dabei muss man unbedingt darauf achten, dass man das Frosting nicht wie sonst zuerst großzügig aufträgt und abzieht, sondern nur in kleinen Mengen aufträgt und Schrittweise mit einem kleinen Tortenspachtel verteilt. 
So verhindert man, dass die Creme voller Kuchenbrösel ist und „schmutzig“ aussieht.

Nun muss das Naked Cake einige Stunden im Kühlschrank durchkühlen. 

Kurz vor dem Servieren wird das Naked Cake mit frischen Blumen oder Beeren & Früchten dekoriert. 
Hier eignen sich auch wunderbar saisonale Früchte. 

Ich hab meine Blumen dafür in einen Steckschaum gesteckt und diesen auf einen stabilen Deckel von einem großen Joghurt gelegt, damit er nicht mit dem Kuchen in Berührung kommt.
So kann die Dekoration vor dem Schneiden einfach weggehoben werden und die Blumen haben genügen Feuchtigkeit. 





Das Brautpaar hatte grosse Freude an der Torte und ich hab das für sie sehr gerne gemacht.

Ich danke Herr Beyeler vom Landgasthof Rohrmoos, dass ich dort noch Bilder der Torte machen durfte. 
Das Ambiente ist wunderschön und passte einfach perfekt zur Torte.
Bei diesem Restaurant ist nicht nur das Ambiente top. 
Es ist eine erstklassige Adresse wenn man richtig gut essen will.

Nun verabschiede ich mich in die Ferien. 
Eine Woche Familien- und Wellnessurlaub steht an und ich freue mich enorm auf ein paar Tage Erholung, einfach mal nichts tun und die Seele baumeln lassen.
Frisch gestärkt bin ich dann im Oktober wieder für euch da. 
Dann geht es schon bald los mit den Foodstyle-Fotoworkshops. 
Einen letzten Platz am 25.10. hab ich noch zu vergeben. 
Und wer weiß, vielleicht mach ich ja genau so eine Torte als Fotomodell. 
Alle Infos findet man hier

Bis dahin eine gute Zeit und herzlichste Grüsse



Gabriela












10. September 2017

Spätsommertarte {mit Brombeeren und Feige)


Ich liebe diese Zeit, wenn sich der Sommer langsam verabschiedet, und der Herbst sich bemerkbar macht. 
Ich mag die warmen Sommertage und die kühlen Herbstnächte. 
Wenn morgens wieder Tau auf den Wiesen liegt und sich die Bäume langsam zu verfärben beginne. 
Ich liebe den Altweibersommer!

Jetzt beschenkt uns die Natur üppig mit wunderbarem Obst und Beeren. 
Und besonders auf die frischen Feigen warte ich jedes Jahr ganz sehnsüchtig. 
Am liebsten esse ich sie ohne Schnick Schnack, wie ein Apfel. 
Aber auch auf einer Tarte oder im Salat machen sie eine gute Figur. 

Deswegen gibt es heute ein leckeres Rezept für eine Spätsommertarte





Die Kombination aus knusprigem Shortbreadboden und crèmiger Brombeere-Füllung ist so herrlich, dass man da kaum widerstehen kann. 



Für den Boden braucht es: 

250 g Mehl
50 g Puderzucker
1 Prise Salz
150 g Butter kalt
1 EL Milch

So wird's gemacht: 
Ofen auf 170 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.
Mehl und Butter von Hand krümelig vermengen und den Zucker hinzufügen. 
Milch hinzugeben und zu einem glatten Teig kneten. 
Sollte der Teig zu trocken sein, kann man noch etwas Milch dazu geben. 
Den Teig zwischen Klarsichtfolie, damit er nicht klebt, ausrollen und danach in die Form geben (ohne Folie...).
An den Rändern andrücken und den überschüssigen Teig abschneiden. 

Ich verwende dazu die lange Form von Bakeria
Sie misst 36 x 13 cm und hat praktischerweise einen Boden den man anheben kann. 






Den Teig mit Backpapier belegen, Kirschsteine oder Backlinsen auf dem Backpapier verteilen und Teig ca. 20 Minuten bei 180°C Ober/Unterhitze blind backen.
Backlinsen und Backpapier entfernen und nochmals ca. 8 Minuten backen.
Auf einem Tortengitter abkühlen lassen.




Für die Crème braucht es: 

2,5 dl Doppelrahm
2 dl Halbrahm
1/2 Pack Rahmfestiger
1 Pack Vanillezucker
1- 2 EL Frooggies Fruchtpulver Brombeere
1 Prise Salz
Für die Deko eine Hand voll frische Brombeeren und Feigen
Puderzucker


Und so wird's gemacht:
Doppelrahm mit der Küchemaschine glatt rühren. 
Den Vanillezucker sowie eine Prise Salz hinzufügen.
1 bis 2 Esslöffel Fruchtpulver Brombeere von Frooggies hinzugeben und gut umrühren.
Halbrahm in einem separaten Gefäss mit dem Rahmfestiger steif schlagen und unter die Doppelrahm-Crème heben.
Die Crème auf dem ausgekühlten Boden verteilen. 
Kurz vor dem Servieren die Tarte mit frischen Brombeeren und Feigen dekorieren, mit Puderzucker und etwas Frooggies Fruchtpulver bestäuben und sofort servieren.





Ich wünsch euch viel Spass beim Nachbacken.

Übrigens hab ich vor ein paar Tagen wieder zwei Foodsytle-Fotoworkshops ausgeschrieben. 
Einfach weil's so viel Spass macht und ein gewisses Bedürfnis bei euch vorhanden ist, zu lernen wie man ohne grosse Hilfsmittel zu Hause solche Bilder machen kann.
Der eine Workshop ist bereits ausgebucht, am Mittwoch 25. Oktober hat es aber momentan noch zwei Plätze frei. 
Wer also nun Lust bekommen hat, sich auch mal an die Foodfotografie zu wagen und wem der Weg nach Thun nicht zu weit ist, der schaut doch mal auf meiner Homepage nach. 

Herzlichst

Gabriela









3. September 2017

G wie... Geburtstag (Happy Birthday to me)

Hallo ihr Lieben

Am vergangenen Freitag hatte der wichtigste Mensch in meinem Leben Geburtstag. 

Happy Birthday to me! 








Dass ich der wichtigste Mensch in meinem Leben bin, hat nichts mit Überheblichkeit zu tun. 
Versteht mich nicht falsch. 
Es gibt natürlich einige Menschen die mir sehr, sehr wichtig sind. 
Aber ich bin mir eben am wichtigsten.
Würde ich mich nicht für wichtig nehmen, hätte ich mich vor einigen Jahren nicht ganz bewusst dazu entschieden, meine "freie" Zeit mit Dingen und Menschen zu füllen, die mir wichtig sind, mir gut tun und mich mit Freude erfüllen.
Dann gäbe es heute G wie... und den Blog hier auch nicht. 
Denn aus dieser Entscheidung ist eine unglaubliche Energie & Kreativität entstanden.





Einige Male hab ich an meinem Geburtstag ein Fest gemacht. 
Keine grosse Sache, aber trotzdem hab ich alle meine guten Freunde eingeladen. 
(So sah es beispielsweise letztes Jahr aus <klick>)
Es war toll, hat aber auch immer sehr viel zu tun gegeben. 
(Klar, ich könnte es mir ja auch einfacher machen, aber das wär dann nicht ich - die perfektionistische Jungfrau.) 
Anstatt meinen Tag zu geniessen, stand ich dann jeweils den ganzen Tag (und die Tage davor) mehr oder weniger in der Küche. 

Ich mag es sehr, wenn wir viele Gäste haben, aber dieses Jahr hatte ich grad nicht so Lust dazu. 
Deswegen hab ich mich entschieden, dieses Jahr meinen Tag voll und ganz zu genießen. 








Morgens war ich mit einer lieben Freundin im wunderschönen Schloss Schadau zum Brunch. 
Am Nachmittag machte ich einen Ausflug mit den Kindern auf den Niesen

Und Abends... hatte ich dann doch Gäste. 
So ganz ohne Einladung ging es dann doch nicht. 
Aber es waren nur 4 Gäste, dafür war es umso persönlicher. 
Wir hatten einen sehr schönen und gemütlichen Abend. 
Ich hab mir ein Naked Cake (am Vortag) gebacken. 
Dieses war gefüllt mit einem Zwetschen- und einem Nektarinenkompott. 
Als Crème hab ich eine Meringuebuettercrème verwendet und es schmeckte sehr lecker. 






Und natürlich lies ich es mir nicht nehmen den Tisch schön zu decken.
Ein paar Tage zuvor hab ich mich das erste Mal so richtig in Calkboard Art versucht.
Mensch, war das viel Arbeit. 
Wenn man die Tafel nun so sieht, könnte man das gar nicht meinen. 
Aber ist halt alles von Hand geschrieben.
Perfekt ist sie nicht, aber sie gefällt mir.










Von meinen Lieben wurde ich übrigens sehr verwöhnt und hab wunderschöne Blumensträusse bekommen. 
Es war ein rundum schöner Geburtstag. 




Ich hoffe euch hat die Bilderflut gefallen. 

Nun wünsch ich euch einen guten Rest vom Sonntag und morgen dann einen guten Start in die neue Woche.

Liebste Grüsse

Gabriela














18. August 2017

Zitronentarte

Hallo ihr Lieben

Wer mich kennt, der weiss, dass ich unheimlich gerne Schokolade habe. 
Am liebsten in Form von Kuchen, Torten und Tartes.

Nun war ich vor etwas längere Zeit zu einer kleinen Geburtstagsfeier eingeladen und da stand auf dem Tisch als Willkommensgruss für jeden Gast ein ganz kleines Zitronentartelette
Es sah so fein aus und roch auch so. 
Und genau so schmeckte es dann auch. 
Eine himmlische Mischung aus knusprigem Mürbeteigboden und crèmig, fruchtiger Füllung. 


Das Rezept musste ich haben. 
Und die liebe Gastgeberin, die übrigens den selben Namen trägt wie ich, hat es mir dann auch verraten. 
Danke viel mal du Liebe. 

Seither hab ich die Zitronentarte nun schon einige Male gebacken und muss sagen, ich bin immer wieder aufs neue erstaunt, wie fein doch so ein Zitronenküchlein schmecken tut. 
Das könnte glatt der Schokolade Konkurrenz machen.
Aber nur fast ;-)





Weil das so gut ist, verrate ich euch heute das Rezept.
Die Tarte lässt sich prima vorbereiten und schmeckt auch ein oder zwei Tage später noch wunderbar. 

Für eine Tarte von 30 cm Durchmesser das braucht es: 


Teig
230 g Weissmehl
110 g Butter
50 g Zucker
4-5 EL Milch


Füllung
4 Eier
70 ml Zitronensaft
Abrieb von 2 Bio Zitronen
200 g Zucker
100 ml Buttermilch
40 g Speisestärke
70 g flüssige Butter
Puderzucker zum Bestäuben


Und so wird's gemacht: 


Für den Teig Mehl und Butter von Hand krümelig vermengen und den Zucker hinzufügen. 
Milch hinzugeben und zu einem Teig kneten. 
Sollte der Teig zu trocken sein, kann man noch etwas Milch dazu geben. 
Den Teig zwischen Klarsichtfolie, damit er nicht klebt, ausrollen und danach in die Form geben (ohne Folie...).
An den Rändern andrücken. 



Für die Füllung die Eier mit der Küchenmaschine schaumig schlagen. 
Buttermilch, Zitronensaft und Abrieb, Zucker und Speisestärke einrühren. 
Zum Schluss die flüssige Butter unterrühren. 
Da die Masse sehr flüssig ist, hab ich die Kuchenform mit dem Teig in den Backofen geben und dann erst die Masse auf den Boden gegossen.
So geht nichts daneben und man kann die Form wirklich bis oben hin füllen.
Bei 170C Ober- und Unterhitze 35-40 Minuten backen. 
Die Tarte sollte nicht mehr „wackeln“. 
Nun die Tarte etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen. 
Sooooo lecker!






Ich wünsch euch viel Spass beim Nachbacken und ein schönes Wochenende.

Herzlichste Grüsse

Gabriela